Die bisher ältesten belegten Spuren menschlicher Zivilisation sind auf 4000 vor Christus belegt und sind im Doblergraben sowie am Ziegelberg zu finden. Die Römer errichteten einige Jahrtausende später eine Innbrücke die „pons aeni“. Zeitgenössische Schriften berichten von der ersten christlichen Kirche bei Sims um das Jahr 790. Die erste urkundliche Erwähnung von Stephanskirchen, unter der damaligen Bezeichnung „stevenchirgen“ fand 1130 vor Christus statt.
Das Schloss Rosenheim das sich auf dem Schlossberg befand, wurde erstmalig 1234 vor Christus erwähnt. Die Pestepidemie im 17 Jahrhundert forderte auch in Stephanskirchen einige Opfer. Auf der Gedenkscheibe steht geschrieben:
Während des Dreißigjährigen Krieges im Jahr 1632 herrschte in den Ortschaften der Umgebung die Pest. Viele Menschen starben an dieser Krankheit und wurden hier an diesem stillen Ort in Massengräbern bestattet. Der Überlieferung nach sind ganze Ortschaften ausgestorben. In Kieling blieb nur ein kleines Mädchen übrig. Dieses steinerne Kreuz wurde zum Gedenken an die Toten aufgestellt. (Geschichtlich überliefert durch Pfarrer Angerer, Stephanskirchen).

Die Hauptmannschaften (frühere Bezeichnung für Bezirke) Gehring und Stephanskirchen wurden bis in 18. Jahrhundert hinein von ländlichen Strukturen beherrscht. Im Zuge der Verwaltungsreform von 1808 wurden Stephanskirchen und die Tagelöhner und Arbeitersiedlung Hofleiten zu selbständigen Gemeinden erklärt. Im Jahre 1854 wurden die neu entstanden Gemeinden jedoch wieder zu einer Gemeinde vereint.
Der Gemeindeteil Schlossberg wurde im Jahr 1900 durch die Nähe zu Rosenheim zu größten Gemeindegebiet.
Von 1944-1945 befand sich in der Zeit des Nationalsozialismus, im Orsteil Haidholzen das größte Außenlager des KZ Dachau.

Die Siedlung Haidholzen wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von Heimatvertriebenden und Flüchtlingen gegründet.
Straßennamen wie „Schlesierstraße“ und „Sudetenstraße“ sind bis heute ein Hinweis auf die Herkunft dieser Vertriebenen. 2003 erfolgte die Eröffnung des neuen Rathaus im Ortsteil Schlossberg.

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