SeppLausch

Stephanskirchen – Die Bayernpartei hat bei einer Veranstaltung über die Energiewende informiert. Kreisrat Sepp Lausch kritisierte unter anderem den Energiekonzern EON:

Recht gespannt waren die erschienen Bürgerinnen und Bürger, als kürzlich der heimische Gemeinderat Robert Zehetmaier einen Infoabend der Bayernpartei zur Energiewende im Gasthaus Antretter in Stephanskirchen eröffnete. Hauptreferent des Abends war der Tattenhausener Kreisrat Sepp Lausch, der eine Beratungsfirma im Bereich erneuerbare Energien betreibt. Lausch, staatlich geprüfter Fachagrarwirt für erneuerbare Energien, stieg auch gleich ins Thema ein, verwies darauf das inzwischen rund 380.000 Menschen in dem Bereich tätig sind, erneuerbare Energien 2012 bei ca. 25 Prozent Marktanteil angelangt seinen und somit den großen Konzernen ein Dorn im Auge seien. Als Beispiel nannte er EON, die sämtliche Wasserkraftwerke am Inn verkauft und dafür Anteile an einem türkischen Energieversorger erworben hätten, so Lausch.

Er wies auch darauf hin das in der öffentlichen Diskussion ständig mit falschen oder einseitigen Zahlen gearbeitet werde, so sei die 1 Billion Euro, die laut Umweltminister Altmeier die Energiewende koste, nicht korrekt belegbar und auch die verminderten Kosten durch den eingesparten Verbrauch fossiler Brennstoffe und der Zugewinn bei der regionaler Wertschöpfung seien nicht abgezogen. Das gleiche gilt für die Strompreisdebatte, wobei kaum bekannt sei das für die Großindustrie der Strompreis seit 2009 sogar gesunken sei, der Strompreis für den kleinen Bürger aber um rund zehn Cent in den vergangenen Jahren gestiegen sei. Die anteilige EEG- Umlage, die bislang fast nur der Privatverbraucher stemmen muss, betrug bisher 3,6 Cent. Wer die Differenz von fast sieben Cent einsteckte ist nicht schwer zu erraten, so der Referent. Auch die Erhöhung der Umlage zum 1. Januar um 1,7 Cent nutzten viele Stromanbieter um den Strompreis gleich um drei Cent zu erhöhen.

Lausch zeigte einige alternative Speichermöglichkeiten auf, verwies auf Blockheizkraftwerke als die Brückentechnologie und prangerte scharf den großen Einfluss der Lobbyisten auf die Politik der etablierten Parteien an. Leider sei dies nicht nur im Bereich der Energiepolitik, sondern zum Beispiel auch für den Trinkwasserschutz und dem Zulassen von Fracking gelte das gleiche, so Lausch. Die Bayernpartei fordere eine Zerschlagung der großen Energiekonzerne, das bayerische Stromnetz, zur Zeit komplett in Besitz der Niederlande, muss wieder in Bürgerhand zurückgeführt werden. Die Energiewende ist keine technische, sondern eine rein politische Frage, so der Bayernparteikreisrat Lausch am Ende. Nach einer intensiven Diskussion konnte Parteivorsitzender Florian Weber einen hochinteressanten Infoabend erfolgreich beschließen.

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