Aus der Pressewoche vom 29.05.11

Bilanz bei der Bayernpartei

Stephanskirchen – Gut besucht war eine Informationsveranstaltung, die der Ortsverband Stephanskirchen der Bayernpartei (BP) kürzlich im Gasthaus Antretter abhielt. Gemeinderat Robert Zehetmeier konnte unter den Gästen die drei BP-Kreisräte Florian Weber, Helmut Freund und Sepp Lausch so- wie den Traunsteiner Kreisrat Alfons Baumgartner begrüßen. Hauptreferent des Abends war Kreisrat Sepp Lausch der in einem Vortrag mit dem Titel „140 Jahre Bayern unter der Pickelhaube“ eine kritische Bilanz der Geschehnisse seit der Gründung des „Kleindeutschen Reiches“ und der damit verbundenen negativen Auswirkungen auf Bayern zog. Insbesondere der Abfluss von Kapital und Selbstbestimmung nach Berlin bis zum heutigen Tage kritisierte Lausch. „Bayern für sich allein liegt bei Bevölkerungszahlen, Fläche und Bruttoinlandsprodukt immer unter den ersten zehn von den 27 Staaten der EU. Dies sollte uns zu denken geben“, so Lausch. Parteivorsitzender Florian Weber ging auf den Aufschwung der Bayernpartei ein. So sei neben den Grünen die BP die einzige Partei mit stetigem Mitgliederzuwachs und inzwischen die zehntgrößte Partei Deutschlands. Weber legte auch die rechtlichen Seiten des bayerischen Anspruchs auf Eigenstaatlichkeit dar. In der anschließenden lebhaften Diskussion wurde auch immer wieder auf den schlechten Zustand der Staatsstraßen hingewiesen.

Aus dem OVB vom 23.07.09

Junges Team wagt Neuanfang

Die Bayernpartei will es in Stephanskirchen noch einmal wissen: Mit einem neuen, jungen Team hat sich der Ortsverband nach Jahren ohne Struktur wieder gegründet. Erklärtes Ziel: „Eine gute, eigene Liste für die Kommunalwahl 2014“.

Stephanskirchen – Die Bayernpartei hat in den vergangenen Jahren in Stephanskirchen kaum Beachtung gefunden. Die Arbeit des Ortsverbandes war zum Erliegen gekommen. Jetzt ist die Partei aus ihrem Dornröschenschlaf aufgewacht – dank Ratsmitglied Robert Zehetmaier, der bei der vergangenen Kommunalwahl überraschend einen Sitz im Gemeinderat ergattert hatte. Der 36-jährige Sägewerksmeister ist in der Versammlung zur Wiedergründung auch zum neuen Vorsitzenden der Bayernpartei Stephanskirchen gewählt worden. Als Stellvertreter steht ihm der 34-jährige Christian Miethig zur Seite. Beisitzer sind der erst 18-jährige Josef Liedl und der 34-jährige Florian Beck. Zum Kassier wählten die Gründungsmitglieder Florian Fischer, zur Schriftführerin Angelina Zehetmaier. Zur Vereinsgründung gab es ideelle Unterstützung durch den anwesenden Landesvorsitzenden der Bayernpartei, Florian Weber.

Die Bayernpartei blickt in Stephanskirchen auf eine lange Tradition zurück. 1946 gegründet, gelang es ihr 1956 sogar, mit Jakob Sandbichler Senior einen Kreisrat zu stellen. Bei der Kommunalwahl 1990 trat die Bayernpartei zum ersten Mal mit einer eigenen Liste an, 1996 gelang es dann, einen Sitz im Rat zu erhalten. Ihn hatte Josef Löffler inne, mit dessen Namen die Bayernpartei in Stephanskirchen lange verbunden war. Bei der Kommunalwahl 2002 ging Karl-Heinz Greiser sogar als Bürgermeisterkandidat für die Bayernpartei ins Rennen. Ihm gelang der Einzug in den Gemeinderat, wo er später jedoch wegen der Auflösung der Partei zur CSU wechselte. Bei der Kommunalwahl 2008 musste die Bayernpartei mit der FDP eine Listenverbindung eingehen. Trotzdem gelang Zehetmaier der Einzug in den Rat.

2014 soll die Bayernpartei, so der Wunsch des neuen Vorsitzenden, wieder so bekannt und stark geworden sein, dass „wir mit einer guten Liste antreten können“. Dafür hat sich die Partei zur Wiedergründung personell neu aufgestellt und deutlich verjüngt. Bei der Parteiarbeit setzt der Vorstand auf Bürgernähe. „Unkompliziert und nachvollziehbar“ soll die kommunalpolitische Arbeit werden, die bayerische und lokale Interessen in den Mittelpunkt stellt, heißt es.

Was sich die Mitglieder vorgenommen haben und wie sie ihre Mitarbeit im Gemeinderat verstehen, erläutern sie am heutigen Donnerstag um 20 Uhr im Gasthaus Antretter. duc